Buddhismus

Buddha

Der Buddhismus ist eine der großen Weltreligionen mit einer nunmehr zweieinhalbtausendjährigen, kontinuierlichen Überlieferung. Er wendet sich an alle suchenden Menschen, unabhängig von Nationalität, sozialer Herkunft oder Geschlecht und weist Wege aus Leid und Unvollkommenheit zu Harmonie und Glück. Obwohl der Buddhismus vor allem in den Ländern Asiens fest verwurzelt ist und Teil einer bis heute lebendigen Kultur geworden ist, findet er zunehmend in westlichen Ländern Beachtung und Verbreitung.

Der Buddha selbst sah sich weder als Gott noch als Überbringer der Lehre eines Gottes. Er stellte klar, dass er die Lehre, Dhamma (Pali) bzw. Dharma (Sanskrit), nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten, sondern vielmehr durch eigene meditative Schau (Kontemplation) ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes und der Natur aller Dinge gewonnen habe. Diese Erkenntnis sei jedem zugänglich, der seiner Lehre und Methodik folge. Dabei sei die von ihm aufgezeigte Lehre nicht dogmatisch zu befolgen. Im Gegenteil warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit und hob die Selbstverantwortung des Menschen hervor. Er verwies auch auf die Vergeblichkeit von Bemühungen, die Welt mit Hilfe von Begriffen und Sprache zu erfassen, und mahnte gegenüber dem geschriebenen Wort oder feststehenden Lehren eine Skepsis an, die in anderen Religionen in dieser Radikalität kaum anzutreffen ist.

Von den monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) unterscheidet der Buddhismus sich grundlegend. So kennt die buddhistische Lehre weder einen allmächtigen Gott noch eine ewige Seele. Das, und auch die Nichtbeachtung des Kastensystems, unterscheidet ihn auch von Hinduismus und Brahmanismus, mit denen er andererseits die Karma-Lehre teilt. In deren Umfeld entstanden, wird er mitunter als eine Reformbewegung zu den vedischen Glaubenssystemen Indiens betrachtet. Mit dieser antiritualistischen und antitheistischen Haltung ist die ursprüngliche Lehre des Siddhartha Gautama sehr wahrscheinlich die älteste hermeneutische Religion der Welt.


Die Sakya Tradition

Die Sakya-Tradition des tibetischen Buddhismus hat ihren Namen von dem Kloster Sakya im Südwesten Tibets, das im Jahr 1073 durch Könchok Gyalpo aus der Khön Familie gegründet wurde.

Konchok Gyalpo studierte die "neue Tantras" mit dem Übersetzer Drokmi Lotsava. Die wichtigste der "neuen Tantra" Übertragungen, die in der Sakya-Schule seither bewahrt wurde, war das Hevajra Tantra, mit den damit verbundenen Unterweisungen, dem Lam Dre (dem Weg und der Frucht). Das Lam Dre geht zurück auf den indischen Mahasiddha Virupa, der im 9. Jahrhundert lebte. Weitere wichtige Übertragungen in der Sakya-Tradition beziehen sich auf Vajrayogini, Vajrakilaya, Mahakala und Guhyasamaja.

Die Sakya-Tradition erhielt ihre endgültige Form durch die Werke der "fünf ehrwürdigen Meister": Sachen Kunga Nyingpo (1092 - 1158); Sonam Tsemo (1142 - 1182); Drakpa Gyaltsen (1147 - 1216); Sakya Pandita (1182 - 1251) und Chogyal Phakpa (1235-1280). Seit dieser Zeit gingen aus der Sakya-Tradition und ihren zwei Neben-Zweigen, der Ngor und Tsar-Schule, die durch Ngorchen Kunga Zangpo (geb.1382) bzw. Tsarchen Losal Gyamtso (1496-1560) gegründet wurden, zahlreiche bedeutende Yogis und Gelehrte hervor.

S. H. 41. Sakya Trizin

S. H. 41. Sakya Trizin

S. H. 42. Sakya Trizin,

S. H. 42. Sakya Trizin,

Das Oberhaupt der Sakya-Schule, der Sakya Trizin ("Thronhalter von Sakya"), stammt immer aus der männlichen Linie der Khön Familie. Der 41. Sakya Trizin, Ngawang Kunga Tegchen Palbar Samphel Wanggi Gyalpo, wurde 1945 in Tsedong geboren. Zu den Lehrern Seiner Heiligkeit , von denen er alle Übertragungen der Sakya-Tradition erhalten hat, gehören Ngawang Lodro Shenphen Nyingpo, Jampal Zangpo, Jamyang Chökyi Lodrö Chentze, Appey Khen Rinpoche und Chogay Trichen Rinpoche. 1974 heiratete Seine Heiligkeit Tashi Lhakyi, sie haben zwei Söhne, Ratna Vajra Rinpoche (b. 1974) und Jnana Vajra Rinpoche (b. 1979). Ratna Vajra Rinpoche ist seit 2017 der 42. Sakya Trizin.

 

Lama Jampa Thaye

Lama Jampa Thaye wurde 1952 in England geboren und traf im Alter von 20 Jahren seinen Lehrer Karma Thinley Rinpoche und ein Jahr später S. H. Sakya Trizin. 1977 wurde er von Karma Thinley Rinpoche zu seinem spirituellen Stellvertreter in Großbritannien ernannt und elf Jahre später erhielt er von ihm den Auftrag Vajrayana Einweihungen zu geben. Karma Thinley Rinpoche gab ihm zahllose Einweihungen, Übertragungen und Belehrungen der Sakya-, Kagyü- und Kadam-Tradition. Darunter die berühmten Vajrayana Einweihungen der "Einhundert Sadhanas" von Bari Lotsawa, die "Einhundert Lojong Belehrungen" und den gesamten Zyklus des "Könchog Chindu".

Lama Jampa Thaye

Von S. H. Sakya Trizin erhielt er Einweihungen und Übertragungen aus allen vier Tantra-Klassen, wie die "Dreizehn Goldenen Dharmas" und das "Lamdre-Tsokshe", die esoterischen Unterweisungen zu VAjrayogini, die Jonang Übertragungen der "84 Mahasiddhas" und die "Einhundert Saddhanas" von Narthang.

Lama Jampa Thaye ist Autor zahlreicher Bücher, wie "Wisdom in Exile", "Regen der Klarheit" und "Die Lehre vom Glück".

Die Website mit den aktuellen Veranstaltungen mit Lama Jampa Thaye finden Sie hier: LamaJampa.org


Regen der Klarheit Anzeige.odt.jpg

Hier kann man das Buch “Regen der Klarheit” von Lama Jampa Thaye lesen.


Das neueste Video von Lama Jampa Thaye.